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Der neue Proceed GT von Kia 

 

 

erinnert stark an einen leicht eingedampften Porsche Panamera. Das fast gleiche rundliche Heck, eine ganz ähnliche Dachlinie. Reiner Zufall, schwört man bei Kia. Immerhin ist er für den koreanischen Autobauer eine Premiere: Der Kia Proceed GT ist der erste Shooting Brake in der Kompaktklasse.

 

Die sportliche Mischung aus Coupé und Kombi war vor allem in den 1960er und 1970er Jahren häufiger anzutreffen - meist in der automobilen (und gesellschaftlichen) Oberklasse Großbritanniens. Man fuhr mit dem Shooting Brake zur Jagd oder zum Golfplatz. Doch dann geriet diese Karosserieform lange in Vergessenheit. Eine Renaissance erlebte der Shooting Brake erst wieder in den Zweitausender Jahren mit zum Beispiel den Alfa Romeo Brera, dem Ferrari FF oder dem Mercedes CLS Shooting Brake. Und jetzt eben mit dem Kia Proceed GT.

 

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Unter der deutlich längeren und niedriger gezeichneten Karosserie als in der Ceed-Familie sonst üblich stecken Platzangebot und Variabilität, die an einen Kombi heranreichen. 594 Liter Kofferraumvolumen, das sich dank der dreigeteilten Rückbank auf bis zu 1.545 Liter erweitern lässt, ist schon eine Ansage. Damit zieht er fast mit der Kombiversion des Ceed gleich, die auf 625 Liter Stauraum kommt.

Dabei sieht der Proceed GT mit seinen 4.605 mm Länge durchaus sportlich aus. Mit 1.422 mm Höhe ist der in Deutschland entworfene und in der Slowakei gebaute Shooting Brake das flachste Modell im automobilen C-Segment - das schafft zusammen mit der nach hinten abfallenden Dachlinie und der stark geneigten Heckscheibe schon allein optisch Dynamik. Das Heck mit dem roten Leuchtband zwischen den LED-Rückleuchten erinnert dann an den Porsche Panamera. Und ein Duplex-Klappenauspuff plus Heckdiffusor setzen noch einmal sportliche Akzente. Die technische Plattform für den Proceed liefert übrigens Kias Konzernmutter Hyundai mit dem i30.

 

Kia GT

 

Auch der Innenraum sorgt für Wohlfühl-Atmosphäre mit sportlichem Touch. Die Pedale schimmern in gebürstetem Aluminium, die Sitze, die einen erstklassigen Seitenhalt bieten, sind sportlich ausgeformt, aber dabei sehr komfortabel. Vorne ist reichlich Platz, hinten ebenfalls - sofern man nicht gerade hochgewachsen ist. Denn die Kopffreiheit ist nicht gerade luxuriös - ein Nachteil der stark abfallenden Dachform. Nichts zu monieren? Doch. Ebenfalls wegen der Coupé-Linie des Dachen fällt die Heckscheibe ziemlich klein aus - was die Sicht nach hinten arg einschränkt. Und: Für Fahrer mit langen Beinen, die den Sitz weit nach hinten schieben, lässt sich das in Tiefe und Neigung verstellbare Lenkrad nicht weit genug ausziehen.

 

Kia Proceed GT

 

Angetrieben wird die GT-Version des Proceed von einem 4-Zylinder-Reihenbenziner mit 1.591 cm3 Hubraum. Der leistet 150 kW/204 PS und kommt bestens mit dem rund 1,5 Tonnen schweren Shooting Brake klar. Eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h für die Automatik-Version oder 230 km/h für die manuell geschaltete Ausführung reichen völlig aus. Das gleiche gilt für das Beschleunigungsvermögen von 0 auf 100 km/h in 7,5 bzw. 7,6 Sekunden. Den durchschnittlichen Verbrauch gibt Kia mit 6,2 Liter auf 100 Kilometern an - bei forcierterer Gangart kann es auf der realen Straße aber auch problemlos zweistellig werden. Unter anderem sorgt ein Otto-Partikelfilter für die Einhaltung der Abgasnormen Euro 6d-Temp.

 

Kia Proceed GT

 

Wer will, der kann mit dem Proceed komfortabel entspannt ebenso unterwegs sein wie im Sport-Modus flott und zügig. Die Lenkung ist direkt und präzise, gibt gute Rückmeldung von der Straße, Kurven lassen sich problemlos und zügig zirkeln, das Fahrwerk ist sportlich entspannt gefedert und auch für lange Strecken gut ausgelegt. Und natürlich bietet Kia eine ganze Liste von Assistenzsystemen an - unter anderem Rückfahrkamera und Klimaautomatik sind Serie. Optional gibt es von Spurhalteassistent bis Stauassistent, Müdigkeitswarner, Verkehrszeichenerkennung oder beheizbarer Frontscheibe genug zum Ankreuzen.

Den Proceed GT bietet Kia mit 6-Gang Handschaltung ab 31.190 Euro an, die 7-Gang-Automatik schlägt mit 2.000 Euro Aufpreis zu. Daneben gibt es auch noch den Proceed GT Line, wahlweise mit zwei Motoren zur Wahl: einem 1,4-Liter Turbobenziner mit 103 kW/140 PS und einem 1,6-Liter-Diesel mit 100 kW/136 PS.

 

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